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5. Audio in Video (2)
TatsacheEin Musikstück, wenn einmal fertig abgemischt (also z.B. von einer CD), ist nur noch begrenzt manipulierbar. Dass man z.B. Kürzungen vornehmen kann, beweisen die vielen TV-Werbespots, die oft bekannte Songs verwenden, diese jedoch auf die 20 resp. 30 Sekunden reduzieren müssen (was man heute dank Computer und digitalem Audioformat relativ rasant mehr oder weniger erfolgreich erledigen kann). Viel einfacher ist es, Bildfolgen (also Video) zu zerstückeln und zu einer bestehenden Musik neu zusammenzusetzen eine Art Vorstufe zu Ihrem eigenen Musikvideo. MaterialsucheAls erstes benötigen wir ein Thema. Es gibt da beide Möglichkeiten: Zuerst sich für ein musikalisches Lieblingsstück zu entscheiden und danach passendes Bildmaterial einzufangen, oder was wahrscheinlich häufiger vorkommt, vorhandenes Videomaterial, das an und für sich zwar schön, aber in der vorhandenen Form eher langweilig ist, zu passender Musik neu zusammen zu schneiden. Beispiel
Aber: Wer will schon 18 Minuten Aquariumbilder anschauen!? So wählte ich denn für die Quallen ein klassisches Stück (Dauer 5:25) und für den übrigen Teil ein Stück von Miles Davis (Dauer 5:52). Ich hatte also genügend Material, zwei musikalisch und bildkompositorisch interessante Videos zu machen. Ja, es braucht Zeit, aber die Resultate waren zumindest befriedigend. Was sich eignetEigentlich eignet sich alles, von den Makroaufnahmen aus dem eigenen Garten (Kleinstinsekten und Blütenkelche, Gräser und Wassertropfen) bis hin zum Verkehr (falls Sie in der Innenstadt wohnen). Wichtig ist, dass Sie genügend Material sammeln, mit ähnlicher Beleuchtung, also wenn möglich am gleichen Tag zur gleichen Zeit. Phantasie gefragtDas Vorgehen hängt etwas von der Software ab. Importieren Sie das ausgewählte Musikstück und stellen sie sicher, dass es in der richtigen Samplingate (meistens 48 kHz, bei einigen älteren DV-Camcordermodellen 32 kHz) in der Audiospur liegt. Falls Sie können, sichern sie die Audiospur, damit die sich nicht verschieben kann. Nachdem Sie alles Material so oft gesichtet haben, dass Sie in etwa wissen, wo welche Szenen liegen, beginnen Sie damit, an Stellen der musikalischen Veränderungen Marker zu setzen. Zwischen diese Marker werden nun passende Videoszenen gelegt. Viele Computerprogramme lassen Zeitveränderungen einzelner Szenen zu (lassen Sie sich nicht von langen Wartezeiten abhalten, Rendern braucht Zeit!). In jedem Fall kann Zeitlupe oder Zeitraffer sehr effektvoll eingesetzt werden, auch wenn es nur ist, eine zu kurze Szene etwas zu verlängern. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf! Sie werden auch feststellen, dass bei (ruhiger) klassischer Musik kurze Überblendungen wesentlich besser wirken, als schroffe Schnitte, während sich bei einem Jazz- oder Popstück klare Schnitte aufdrängen. Und was Überblendungseffekte betrifft: Es ist zwar wunderbar, was uns die Computertechnik und die Softwareprogrammierer an Szenenübergängen anbieten - doch vergessen Sie all den Firlefanz und verwenden Sie entweder keinen Effekt (klarer Schnitt), oder wenn schon, dann eine einfache Überblendung, deren Zeitdauer allerdings varieren darf! WunschLassen Sie mich doch wissen, wie erfolgreich Sie Ihr erstes Musikvideo editiert haben. Auch bin ich enorm empfänglich für Ihre Erfahrungen und Hinweise, persönlichen Ideen und Problemlösungen. Bitte senden sie uns ein E-Mail. Christian Hunziker |
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